Grundlegende Baltikum-Infos…

Die Menschen, denen wir bisher in Litauen, Lettland und Estland begegnet sind und mit denen wir uns teilweise sehr intensiv unterhalten konnten, waren überwiegend sehr herzlich, hilfsbereit und uns offen zugewandt. Das hat uns immer wieder sprachlos gemacht, denn immerhin hat Deutschland vor allem in Lettland und Estland wahrlich kein ‚Ruhmesblatt‘ hinterlassen mit der langen deutsch-baltischen Herrschaft und später der Okkupation durch die Nazis… deshalb hatten wir mit soviel Interesse und Herzlichkeit uns Deutschen gegenüber nicht gerechnet als wir das erste Mal das Baltikum bereisten. Inzwischen genießen wir die freundliche Art der Balten uns gegenüber immer wieder sehr!

Mit dieser Seite wollen wir für eine Reise in diese drei wunderschönen Länder werben, denn das beste ‚Heilmittel‘ gegen Fremdenhass und Gleichgültigkeit anderen Ländern gegenüber ist es, die Menschen und ihr Land kennenzulernen und ihr Leben dort zu verstehen. Schliesslich sind wir alle zusammen Europa!

Unsere Sicht auf die aktuelle Situation der baltischen Länder hat sich seit unserem ersten Besuch dort total verändert. Es war der Sommer, in dem die Unruhen in der Ukraine ausbrachen und Russland die Krim einnahm…  Das löste wieder tiefe Ängste bei vielen Balten aus.
Inzwischen können wir diese Ängste vor einer erneuten Okkupation durch Russland aus ihrer jeweiligen Familien- und Landesgeschichte heraus ganz anders verstehen, seit wir das Leid in den Augen vieler LitauerInnen, LettInnen und EstInnen gesehen haben, wenn sie uns ihre Lebensgeschichte erzählt haben. Wir haben mit ihnen gefeiert und gelacht und können ihren Stolz auf ihre Unabhängigkeit, ihre eigene Sprache und Musik nun ganz anders verstehen.

Auf den folgenden Seiten haben wir nun ein paar Infos für Baltikum-Interessierte gesammelt… Reiseführer, Kartenmaterial, Einreisebestimmungen, Reisen mit Hund durchs Baltikum, empfehlenswerte CP, usw. Wir werden diese Infos nach und nach ergänzen, so wie es die Zeit zulässt – also ein bisschen Geduld.

Hier zum ‚Appetit anregen‘ ein Video von unserem Sommer 2017 in Estland…

2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Eine historische -gedankliche, weil selbst erlebte- Reise nach dem Osten, hier Ostpreußen, Berln auch Norddeutschland beschäftigt mich seit langen Jahren.
    Bin seit 1996 Eigner eines Reisemobils, Marke Niesmann + Bischoff, Clou 570 S, mittlerweile ein Oldtimer. Für den nächsten Sommer plane ich eine Fahrt mit dem Mobil über Masuren (1979 und 1987 schon mal besucht) ins Baltikum. Die Gegend beschäftigt mich schon lange, aber irgend wie klappte es nicht. Mal sehen, ob’s im nächsten Sommer klappt.
    Wohne im Landkreis Karlsruhe und habe jedes Jahr Berlin besucht. Diesmal soll es das Baltikum sein.
    Mit großem Intreresse habe ich mir Ihre Berichterstattung und viele Videos übers Baltikum abgeschaut. Ich hoffe, dass es diesmal klappen wird.
    Dies zu Ihren Erlebnissen im Baltikum immer die historischen Geschehnisse, in denen sich die Deutschen keineswegs mit Ruhm bekleckert, sich vielmehr durch die Ereignisse in der Vergangenheit schuldig gemacht haben. Ihren Schilderungen entnehme ich, dass vornehmlich die Bewohner Estlands den Deutschen ihre historischen Verbrechen nicht nachtragen. Daran möge man sich stets erinnern.

    Ich grüße Sie unbekannterweise aus dem milden Baden,

    herzlichst, Ihr Peter Hafke

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  • Hallo Herr Hafke,

    vielen Dank für Ihren spannenden Kommentar!
    Wir wünschen Ihnen, dass es diesmal klappt mit einer Reise ins Baltikum – noch dazu mit so einem ‚Schätzchen‘! 🙂
    Was die Einstellung der BaltInnen den Deutschen gegenüber angeht, so ist es bei den LettInnen und EstInnen in etwa ähnlich. Sie empfinden das Leid durch die sowjetische Okkupation als schwerwiegender. Eine junge Estin sagte uns mal: „Das ist halt näher dran in unserer Geschichte als die Okkupation der Deutschbalten oder die kurze Okkupationszeit der Nazis.“
    Die LitauerInnen haben ja teilweise eine etwas abweichende Geschichte gehabt, aber wiederum dann auch ähnliche Greueltaten erlebt. Man bedenke nur die Juden in Vilnius (jidd. Wilne). Die ca. 20.000 BewohnerInnen jüdischen Glaubens in Vilnius wurden erst ghettoisiert, dann deportiert oder gleich ermordet durch die Nazis und litauische Kollaborateure. Vom ‚Jerusalem des Nordens‘ war nicht mehr viel übrig geblieben nach dem Krieg – alle Synagogen waren zerstört, das jüdische Leben in Vilnius ‚ausradiert‘! Das ändert sich erst jetzt ganz langsam wieder in den letzten Jahren… Heute leben in Vilnius wieder ca. 2.000 Menschen jüdischen Glaubens.

    Wir wünschen Ihnen eine spannende Zeit im Baltikum mit hoffentlich vielen spannenden Gesprächen und Begegnungen!
    Sollten Sie noch konkrete Tipps benötigen, einfach nochmal melden.

    Head aega, die Trevor-Crew

    Antworten

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